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9 Dinge, die du als Katzenhalter*in beherzigen solltest

Zugegeben - es gibt eine ganze Liste von Fakten, Ratschlägen und Dingen (und nicht nur 9 😉) , die du als verantwortungsvolle und umsorgende Katzenhalter*in beachten solltest und sicher auch schon tust!

Lassen wir die absoluten Basics außen vor.

Die 9 Details, die ich dir gleich vorstelle, werden in ihrer Bedeutung sowohl für unsere felinen Mitbewohner als auch für uns als Katzenmenschen (immer noch) entweder zu wenig wahrgenommen oder missachtet.

Das weiß ich so genau, weil sich die Probleme der Menschen, die sich von mir  wegen ihrer "verhaltensauffälligen" Katzen beraten lassen, in den letzten  Jahren nicht geändert haben.

Bis auf Punkt 1 - in der Hinsicht sind wir Katzenmenschen schon klüger geworden😉...(okay, wahrscheinlich gehörst du zu den Katzenmenschen, die vieles bereits richtig machen).

Übrigens habe ich  fast alle Fehler, die ich dir gleich vorstelle, in meinen früheren Katzenjahren selber gemacht.

  

 

1. Man erkennt dich nicht an deinen zerkratzten Händen

Oder sollte dich zumindest nicht daran erkennen...

(Katzen-) Kratzer an den Händen deuten nämlich entweder daraufhin, dass du deine Hände zum Spielen benutzt oder mit deiner Katze falsch umgehst, wenn sie dich ganz bewusst kratzt.

(Oder du hast vor lauter Spielbegeisterung deiner Miez versehentlich eine gewischt bekommen. Das zählt nicht.)

✅Hände und Füße sind keine Beute (bei Kitten süß, bei erwachsenen Katzen schmerzhaft). Verwende katzentaugliche Spielsachen.

✅Respektiere die Bedürfnisse deiner Katzen. In diesem Fall heißt das: Wenn dein Fellbällchen dir deutlich zeigt: "Nö, ich möchte nicht gestreichelt/ hochgehoben,...werden!", dann heißt es für dich: Finger weg!

 

2. Eine Katze zeigt sehr deutlich, ob sie angefasst werden möchte

Katzen sind zum Knuddeln da? Am besten noch permanent!?

Tja, das sehen viele Katzen ganz anders - das hängt u.a. von ihrem Bedürfnis nach Körperkontakt ab.

✅Frag deine Katze, ob sie gestreichelt werden möchte. Halte ihr die Fingerspitzen hin und warte ab, wie sie reagiert.

✅Reibt sie sich an deinen Fingerkuppen, ist Streicheln erlaubt und erwünscht.

⛔Der bepelzte Vierbeiner wendet den Kopf ab? Hände weg und zu einem anderen Zeitpunkt höflich nachfragen.

 

3. Auch Freigänger wollen beschäftigt werden

Ich gebe zu, dass ich diese Erkenntnis auch erst mit der Zeit erworben habe. Mit Freigängern spielen - und das noch im Sommer? Ehrlich gesagt kam mir das nie in den Sinn, da ich der Meinung war, meine Vierbeiner hätten Wichtigeres zu schnüffeln und jagen.

Und das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen - es gibt Stromer, wie ich sie liebevoll nenne, die alle Pfoten damit zu tun haben, ihr Revier zu kontrollieren und den Mäusebestand zu dezimieren. Die kommen dann nur zum Schlafen und Futtern ins Haus.

Da gibt es aber noch die anderen, die das mit der Revierkontrolle nicht so Ernst nehmen und recht entspannt bei menschlichen Gartentätigkeiten mitmischen.

Denen macht es ein riesiges Vergnügen, die Spielrituale in einem ganz anderen Rahmen zu genießen - z. B. auf der Wiese zwischen hohen Gräsern.

Auf diesem griffigen, federnden Untergrund einer Beute nachzujagen, macht eben ungleich mehr Spaß als auf glattem Parkett.

✅ Für Katzen so wichtige Spielrituale kannst du in den Sommermonaten getrost ins Freie verlegen - es stärkt die Bindung zwischen dir und deinen Katzen und macht unheimlich viel Spaß!

✅ Gemeinsame Spaziergänge (mit oder ohne Geschirr) kommen auch extrem gut an - so gut, dass man mich häufiger mit 2 (meine Katzen) & 1 (Nachbarskatze) beim Herumstreifen beobachten kann.

 

4. Bekanntmachung von Katzen mit Hilfe einer Transportbox – ein absolutes No-Go

 ⛔ Damit überrumpelst du deine Katzen und lässt zu, dass das erste wichtige Zusammentreffen auf eine Art und

 

Weise schief läuft, die eine Freundschaft oder nur ein gegenseitiges Respektieren der Stubentiger im schlimmsten

 

Fall unmöglich macht.

 

 Aus Sicht der alteingesessenen Katzen befindet sich nun ein Fremder in ihrem Revier, was einige sehr soziale und daher auch nicht sehr territoriale Katzen tolerieren; manche sind tatsächlich völlig entspannt, wenn sie einen neuen Kumpel sehen. Möglicherweise stürzen sie vor lauter Begeisterung direkt auf „den Neuen“ zu zur Nasenkontaktaufnahme, was diesen wiederum leicht irritieren und erschrecken könnte: „Das geht mir alles viel zu schnell, ich kenne dich doch gar nicht!“ Und schon ergreift er die Flucht, der andere/die anderen hinterher, was zu einem mehr oder weniger lustigen Spiel führen oder aber auch in einer Prügelei enden kann.

Welches Szenario noch möglich ist

✅und wie du es besser machst, liest du in meinem Artikel 🐾 Eine neue Katze zieht ein.

   

5. Man wird nicht von einer Katze ausgewählt, man wählt sie selber aus – mit dem Verstand

Ja, diese Aussage klingt hart und du wirst vlt. entrüstet die Luft einziehen und dich innerlich wappnen gegen das, was ich nun schreibe.

Tu dies bitte nicht, sondern lies erst mal entspannt weiter...

 Zu oft höre ich die Aussage: "Ich habe mich gleich in die Katze verliebt und musste sie mitnehmen."

Liebe auf den 1. Blick - wie romantisch, oder!? 

Das kommt darauf an, was der Rest deiner Mitbewohner (v.a. der kätzischen) davon hält. Und die sind oft wenig begeistert von dem Neuzugang, entspricht dieser doch so gar nicht ihren Vorstellungen eines guten Freundes.

Es passt einfach nicht - zu jung, zu ungestüm, zu ängstlich, zu fordernd, zu nervig,...

Was dann daraus entsteht, sind nicht selten langwierige (vergebliche) Zusammenführungen, zähneknirschendes Tolerieren des anderen oder über Jahre andauernde schwelende Konflikte.

Das ist dann gar nicht mehr so romantisch.

✅ Überleg dir gründlich und mit Verstand, welche Eigenschaften dein neues langjähriges Familienmitglied haben soll, damit es wirklich "passt". Die Liebe kommt sowieso😍 - wenn auch vlt. nicht auf den ersten Blick.

🐾 Welche Katze passt zu dir?

 


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6. Spielen heißt das Zaubermittel

Warum? Weil ...

  • es zum Katzesein dazu gehört,
  • es Spaß macht und Freude bringt,
  • du mit 🐾dem richtigen Spiel ängstliche und schüchterne Katzen aus ihrem Schneckenhaus lockst,
  • es Konflikte unter Streithähnen löst oder mildert,
  • es 🐾Wohnungskatzen die dringend nötige Abwechslung bringt.
  •  es deine Katzen entspannt.

7. Clickern ist weder Dressur noch nur etwas für Hunde

Ein Vorurteil, dem ich zugegebenermaßen auch noch bis vor ca. 5 Jahren aufgesessen bin - zumindest dem Hunde-, nicht dem Dressurteil😉.

Katzen lassen sich nur freiwillig darauf ein und nicht, um uns Menschen zu gefallen - von Dressur kann also gar keine Rede sein.

Heute bin ich ein großer Fan des 🐾Clickertrainings - zumindest wenn man es nicht verkrampft angeht und alle Spaß dabei haben.

✅ Es ist ein wunderbares Ritual, ein Selbstbewusstseinsbooster, ein Konzentrationsspiel und Friedensstifter.

Einen Unterschied zu Hunden gibt's : Katze hört auf, wenn sie keinen Bock mehr hat.

Und dafür lieben wir sie, oder!?

✅ Tipp für Einsteiger*innen: Das Konditionieren auf den Clicker nicht vergessen!

 

8. Katzen können Wortsignale verstehen

Auf den eigenen Namen zu hören, sollte für jede Katze selbstverständlich sein. Es gibt aber noch viele andere Begriffe oder auch Sätze, die Katzen voneinander unterscheiden und verstehen - wenn du sie ihnen beibringst.

Ankündigungssignale ("Achtung, Staubi!") und Entspannungssignale ("It's okay!") machen das Katzenleben viel leichter und sicherer.

Und es ist so schön, seine Katzen fragen zu können, was sie wollen ("Rausgehen?") und dann eine klare Antwort zu bekommen ("Maauuu").

✅ Solche wunderbaren Methoden lernst du in meinem Leben mit Katze Club ("Oh, das klingt toll!");  🐾her mit den Infos!

 

9. Auf die Höhe kommt es an

...zumindest aus Katzensicht😺.

Von oben sieht Miez besser, kann einen Angreifer besser abwehren oder sich auch mal unsichtbar einigeln ("Endlich Ruhe!").

Schön praktisch, erst Recht im Mehrkatzenhaushalt, wo nicht immer eitel Sonnenschein unter den Artgenossen herrscht und in kleinen Wohnungen.

✅ Es muss ja nicht immer ein Baumstamm sein, ein klug montierter Catwalk tut's auch.

💖 Neben all diesen Feinheiten, die das Katzenleben noch lebenswerter machen, dürfen wir auf keinen Fall die drei wertvollsten Eigenschaften vergessen: Liebe, Verständnis und Respekt für die Bedürfnisse und Persönlichkeiten unserer kätzischen Familienmitglieder.


Über die Autorin:

Mein Name ist Katja Henopp und ich bin Katzenpsychologin,  Kurs- und Clubleiterin.

Ich helfe dir dabei, deine Katzen besser zu verstehen und individuelle Lösungen für die (Verhaltens-)probleme deiner Katze zu finden.

Katzen Podcast

Hier gibt's kätzisch was auf die Ohren.

Es lohnt sich also, sie zu spitzen.

 

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