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Wie gewöhne ich meiner Katze das Kratzen ab?

Um es gleich vorweg zu nehmen: gar nicht!

 

Katzen müssen kratzen, dient dieses Verhalten doch der Kommunikation, dem Spannungs- und Stressabbau und auch der Selbstdarstellung. Liebevoll sage ich oft zu meinem Kater Sisko, wenn er sich vehement an seinem Kratzbrett abarbeitet: "Jaja, mach dich nur wichtig!😻"

 

Stopp - bevor du aufhörst zu lesen, verspreche ich dir, die folgende Frage zu deiner Zufriedenheit zu beantworten:

 

 

 

"Wie gewöhne ich meiner Katze ab, an der Couch zu kratzen???"

Schaffe attraktive Kratzstellen!

Dafür gibt es einen ganz einfachen Trick, den ich dir später erkläre.

Zunächst einmal musst du dafür sorgen, dass dein Kratzkünstler passendes Material zum Krallenreinhauen bekommt, welches sich dazu noch an einem attraktiven Platz befindet.

 

Attraktive Plätze befinden sich dort, wo der Vierbeiner häufig vorbeigeht oder wo ganz viel passiert - auf keinen Fall in der hintersten Ecke.

Die Freigängermiez kommt zur Terrassentür herein und findet auf dem Teppichläufer ein wunderbares Kratzbrett vor - na, das wird mit Sicherheit erst einmal gründlich bearbeitet und die Couch, vier Pfotenlängen weiter, bleibt verschont.

 

Das Wohnzimmer als Lebensmittelpunkt spielt häufig eine wichtige Rolle: Nach dem verdienten Mittagsschläfchen kratzt Katze sich genüsslich und durchgestreckt erst einmal am Stamm des Kratzbaums (hm, ob man das als Faszientraining bezeichnen kann🤔😄!?).

Bei der Gartenkontrolle auf der Fensterbank sitzend, kann es Katze schon einmal erzürnen, wenn der Nachbarskater völlig unverfroren die heimischen Gartenwege benutzt. Da empfiehlt es sich (nach Aufpuscheln des Fells), seine Erregung an einem Stück Kratzpappe* so abzubauen, dass buchstäblich die (Papier)fetzen fliegen.

Geeignete Kratzmaterialien

Ich bin bekennender Kratzpappenfan, weil meine (Kunden-)Katzen sie lieben und insbesondere Sisko sie als Multifunktionswerkzeug verwendet😸.

Packe ich ein neues Kratzbrett aus, wird es zunächst mit Katzenminze (liegt dem Brett bei) eingerieben und sofort von Sisko in Beschlag genommen, der sich daran reibt wie verrückt - gleichzeitig wird es liebevoll mit den Hinterläufen getreten. Überhaupt kann Katze es nicht nur zum Kratzen und Reiben verwenden, sondern auch zum Spielen, "Töten" oder Schlafen.

Meine Katzenomi Flo lag gerne auf dem Designerstück* , um ein gepflegtes Schläfchen darauf zu halten.

 

 

Es gibt natürlich weitere Kratzmaterialien und damit-gegenstände, die für deine Katzen in Frage kommen:

  • ein Muss: der Kratzbaum aus (weichem) Naturholz oder Stämmen aus Sisal umwickelt. Tipp: Achte darauf, dass deine Miezen sich beim Strecken und Kratzen richtig lang machen können (s. Foto). Dies klappt super bei der Kratzsäule "Natural Paradise"*, den viele meiner Kunden besitzen.
  • die Kratztonne* für Vertikalkratzer (das sind die typischen Couchtraktierer),
  • Kratzteppiche für Horizontalkratzer oder
  • schräge Kratzpappe*, die praktische "Mitte" zwischen Teppich und Tonne, die ich nur empfehlen kann (oder eher Sisko).

 

So bleibt das gute Sofa verschont

Aber wie rettest du dein teures Leder-/Stoffsofa vor der Zerstörung?

 

Wenn du deinen Katzen ausreichend attraktive Kratzmöglichkeiten eingerichtet hast, dann - und wirklich erst dann - präparierst du die zerfransten Stellen deiner Couch mit doppelseitigem Klebeband.

Beim nächsten Kratzversuch bleibt dein Stubentiger daran kleben (keine Angst, die Pfoten lösen sich ganz leicht wieder), was wohl eine harmlose, aber unangenehme Erfahrung darstellt.

Deine Katze wird in Zukunft das gute Möbelstück meiden und sich an den anderen Kratzstellen genüsslich strecken und kratzen.

 

Und wenn deine Miezen an deinem Sofa endgültig das Interesse verloren haben, hat das Klebeband seinen Zweck erfüllt und kann entfernt werden.

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