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Clickern mit Katzen - genial effektiv!

Vielleicht geht es dir ja wie mir vor ungefähr 4 Jahren, als ich noch der irrigen Meinung war, Clickern sei nur etwas für Hunde und eh nur "neumodisches Zeug", das Katze nicht braucht.

Wie man sich doch täuschen kann, wirst du noch sehen...

 

Die neu herausgekommene "Clickerbox" meiner geschätzten Kollegin Birgit Rödder sollte meine Vorurteile über den Haufen werfen - samt und sonders!

 

Warum Katzen Clickertraining lieben

Katze beim Clickertraining

Als kätzischer Proband für meine behutsamen (sicher auch ein wenig stümperhaften) ersten Schritte beim Clickertraining erwies sich meine damals 16jährige, arthrosegeplagte Katzenomi Flo (womit bewiesen ist, dass auch alte Katzen durchaus lernfähig sind).

Auch als sie bereits taub war und mit einem Tumor zu kämpfen hatte, forderte sie jeden Nachmittag gegen 16 Uhr ihr Clickerritual ein.

 

Erkenntnis Nr. 1: Um mit dem Clickertraining zu beginnen, ist es (fast) nie zu spät!

Erkenntnis Nr. 2: Clickertraining macht Katzen Spaß!

 

Zuschauer Sisko
Zuschauer Sisko

Flo und ich waren also begeistert bei der Sache, was mein misstrauischer Kater Sisko so gar nicht nachvollziehen konnte.

Ein lautes, klickendes Geräusch konnte nichts Gutes verheißen, sodass er zunächst Reißaus nahm, sich nach einiger Zeit in sicherer Entfernung postierte und zuschaute, um dann doch die Waffen zu strecken und sich am Spiel beteiligte.

Den Leckerchen konnte er  auf Dauer nicht widerstehen...

 

Zuschauer SiskoErkenntnis Nr. 3: Geduld und Beobachten führen zum (Clicker-)Ziel!

Zuschauer SiskoErkenntnis Nr. 4: Mit verfressenen Katzen übt es sich leichterZuschauer Sisko!

 

Mittlerweile liebt er es, zu zeigen, was er schon gelernt hat. Woher ich das weiß? Es ist unschwer an seinem Dauer-Brummen zu erkennen.

(Das Glücksgefühl stellt sich ein, weil mit dem "Klick" Dopamin im Katzengehirn ausgeschüttet wird - genau wie bei dir, wenn dir etwas richtig gut gelungen ist.)

Seine Lieblingsübungen : "High Five", "Tipp" und "links" (er gibt die linke Pfote); "rechts" klappt nicht immer...

 

Erkenntnis Nr. 5: Clickern lässt Katzengefühle tanzen!.

Erkenntnis Nr. 6: Auch Katzen verstehen Wortsignale!

Spaß und Kunststückchen - ist das alles?

Spaß im Katzenalltag ist ein Muss - aber natürlich nicht alles, wenn es um ein Training mit dem Clicker geht.

 

Ungeduldige Katzen, die leicht gefrustet sind (und z.B. ihre Mitkatzen wegdrängen oder einen Miauzirkus veranstalten, wenn das Futter nicht binnen 2 Sekunden im Napf vor ihren Pfoten steht), lernen zu warten.

 

Ängstliche, wenig selbstbewusste Katzen bekommen mehr Selbtsvertrauen und bieten ihren aufdringlichen Mitkatzen plötzlich Paroli.

 

Kluge Bengalen (und alle anderen schlauen Miezen) werden geistig gefordert, ausgelastet und zufriedener.

 

Bei der Zusammenführung von Katzen (wie bei Pixie und Wickie, die sich plötzlich nicht mehr verstanden) erhöhen einfache Übungen mit dem Clicker die Erfolgsaussichten ( da Mieze sich auf den Menschen und die Anweisungen konzentriert und nicht darauf, die andere Katze anzustarren und damit zu bedrohen).

 

Der Clicker ist ein wichtiges Instrument, um deine Katze darauf zu trainieren, freiwillig in ihre Transportbox zu klettern, sich bürsten oder sich die Krallen schneiden zu lassen.

 

Erkenntnis Nr. 7: Clickertraining ist ein echtes Multifunktionswerkzeug!

 

Und wann beginnen deine Katzen und du das Clickertraining?

 


Über die Autorin:

Mein Name ist Katja Henopp und ich bin Katzenpsychologin, Tierheilpraktikerin und Kursleiterin.

Ich helfe dir dabei, deine Katzen besser zu verstehen und individuelle Lösungen für die Verhaltensprobleme deiner Katze zu finden.


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