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Klomobbing bei Katzen

Zwei Katzen benutzen ein Katzenklo

So viel Eintracht auf dem stillen Örtchen hat eher Seltenheitswert - die beiden kätzischen Probanden auf dem Foto sind befreundet und mögen die körperliche Nähe ihres Artgenossen; deshalb ist es auch ok, sich mit dem Kumpel in eine schmale Kiste zu quetschen.

 

Zudem wurde die Katzentoilette Sekunden vorher gereinigt und frisch mit Streu befüllt, und das wissen unsere reinlichen und sensiblen Hausgenossen sehr zu schätzen.

 

Bei den beiden ist nicht davon auszugehen, dass sie je Opfer des gefüchteteten Klomobbings werden.

Wie läuft Klomobbing ab?

Katzenklo mit Haube

Vielleicht liest du heute zum ersten Mal vom sog. "Klomobbing" und wunderst dich, was es wohl damit auf sich hat!? Vielleicht praktizieren es deine Katzen und du hast es bisher noch nicht bemerkt; du wunderst dich aber, wenn sich ab und zu ein Urinfleck  auf dem Sofa befindet!?

 

Die bei Katzenhalter*innen sehr beliebten Haubenklos für Katzen sind wie geschaffen dafür, einer gelangweilten, frustrierten Katze die Möglichkeit zu geben, dem mehr oder weniger akzeptierten Artgenossen aufzulauern, wenn dieser sich in die dunkle Höhle zwängt, um seine Notdurft zu verrichten und diese ordnungsgemäß - falls genügend Platz vorhanden - zu verscharren. Klettert er nach getaner Arbeit hinaus, um unbehelligt seines Weges zu gehen, nutzt die Lauerkatze die Gunst der Stunde und stürzt sich powackelnd auf den arglosen Mitbewohner und es beginnt eine wilde Hetzjagd, die nicht selten mit Geschrei verbunden ist.

 

Auch beliebt ist die raffinierte Methode, sich auf die Abedeckung zu hocken und zu warten, bis der Artgenosse seinen Kopf durch die Öffnung steckt. Von oben kann katze nämlich wunderbar zuschlagen und hat dann auch noch die Möglichkeit, dem Opfer nachzusetzen.

Klingt nicht so schön, oder!? - Ist es auch nicht!

Welche Konsequenzen ergeben sich für die Opferkatze?

Katze versteckt sich
Quelle: pixabay

Die gemobbte Katze leidet natürlich unter den Attacken der Täterkatze. Möglicherweise traut sie sich nicht mehr aufs Klo und uriniert daher woanders hin, z.B. auf weiche Unterlagen wie den Badezimmervorleger oder ein Kissen.

Das wiederum kann dazu führen, dass mit solch unsauberen Katzen geschimpft wird oder, schlimmer noch, sie bestraft werden, was sie natürlich noch mehr verunsichert und ihr Selbstbewusstsein untergräbt.

 

Oder sie "hält an", weil sie Angst hat, die gefürchtete Katzentoilette aufzusuchen; das wiederum kann gesundheitliche Folgen nach sich ziehen: eine stressinduzierte Cystitis (Blasenentzündung) ist bei Katzen leider keine Seltenheit.

 

Es muss wohl auch nicht extra erwähnt werden, dass sich die Beziehung  zwischen Täter- und Opferkatze durch ein dauerhaftes Klomobbing und den damit einhergehenden Stress weiterhin verschlechtern wird.

 

Was also kannst du tun, um vorzubeugen oder das Mobbing zu beenden?

 

Anti-Klomobbing-Maßnahmen

  • Befinden sich Hauben auf den Katzentoiletten? Dann runter damit! Denn damit gewährst du deinen Katzen einen Rundumblick, der sie auf mögliche "Lauerer" aufmerksam macht. Außerdem fällt dann der "Sitzplatz" für die Täterkatze weg.
  • Stelle die Katzenklos so auf, dass es immer mindestens zwei Fluchtmöglichkeiten  für deinen Vierbeiner gibt.
  • Stelle mehrere Katzentoiletten auf und verteile sie strategisch günstig - also nicht alle im Keller, sondern in jedem Stockwerk mindestens eine.
  • Überlege, welche Gründe die Täterkatze hat, sich ein Mobbingopfer zu suchen. Ist es Langeweile?  Bist du sicher, dass du dich ausreichend mit ihr beschäftigst? Gibt es (unterschwellige) Konflikte zwischen zwei oder mehreren Katzen, die dringend geklärt werden müssen?

Benötigst du Hilfe bei der Ursachenforschung und Konfliktlösung?

Dann nimm Kontakt mit mir auf - wir finden eine individuelle Lösung für deine einzigartigen Katzen.

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