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Motiv, eine neue Katze aufzunehmen: Trauer

Der Tag des Abschiednehmens und Loslassens ist vorüber, doch die Leere bleibt lange Zeit ein treuer, schwer zu ertragender Begleiter.

 

Liegt es da nicht nahe, so schnell wie möglich nach einem felinen ""Ersatz" für sein geliebtes, verstorbenses Tier zu suchen - schließlich trauert doch die Katze, die nun keinen Kumpel mehr hat und nun als Einzelkatze ihr Dasein fristen muss!?

Doch halt - woher weiß ich denn eigentlich, ob die übrig gebliebene Katze tatsächlich den Verlust ihres treuen Begleiters betrauert?

Oder sind es nicht eher meine eigenen schmerzlichen Gefühle, die ich so schnell wie möglich betäuben möchte, die mich zu Spontanaktionen und damit zu einer schnellen, unüberlegten Aufnahme einer Zweitkatze verführen!?

Anzeichen von Trauer bei Katzen

Zwei Katzen, die die Nähe des anderen suchen, häufig zusammen kuscheln und sich gegenseitig putzen, haben so etwas wie eine intime Freundschaft entwickelt - ein kosbares Gut, das selten bei unseren Miniaturtigern vorkommt.

Stirbt dann die vertraute Partnerkatze, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Zurückgebliebene trauert: Sie verweigert vlt. für kurze Zeit das Fressen, miaut kläglich, sucht noch mehr die Nähe ihres Menschen oder zieht sich gar zurück und verliert jegliche Lebensfreude.

Ja, zu solchen Trauergefühlen sind unsere Katzen sehr wohl fähig und dieser Zustand ist als empathischer Katzenelternteil nur schwer mitanzusehen und auszuhalten.

Da liegt  es natürlich nahe, schnell für einen Ersatz zu sorgen, erst recht, wenn du selbst stark unter dem Verlust des kätzischen Familienmitglieds leidest.

Doch Vorsicht! Wenn du dir  zu schnell einen neuen Stubentiger ins Haus nimmst, um dich und/oder deine Fellnase zu trösten, musst du damit rechnen, dass deine Katze den Neuzugang ablehnt und sich eben keine Freundschaft entwickelt, sondern womöglich eine Feindschaft anbahnt.

Und ist dies nicht auch verständlich!? Wie würdest du dich fühlen, setzte man dir nach dem schmerzlichen Verlust deines Lebenspartners direkt einen neuen Menschen vor die Nase, der anders aussieht, anders riecht, sich anders verhält und eine komplett andere Persönlichkeit besitzt als der Verstorbene? Gar nicht gut, oder!?

Und komm bitte  nicht auf die Idee, eine ältere Katze mit einem tobenden, nervenden  "Frischling" zu beglücken - hier ist die Enttäuschung auf beiden Seiten vorprogrammiert!

Mein 1. Tipp:

 

Gewinnt deine Samtpfote nach dem Tod ihres Sozialpartners deutlich an Lebensqualität, solltest du die Anschaffung einer Zweitkatze gründlich überdenken und sie gegebenfalls auch verwerfen. 

 

Entscheidest du dich für ein weiteres Tier, sollte dies sehr sozial, ruhig und unaufdringlich sein. 


 

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Endlich alleine!

Manchmal kann man aber auch nach dem Tod des Sozialpartners etwas ganz anderes feststellen:

 

Der Stubentiger blüht plötzlich auf, besetzt die Lieblingsplätze des verstorbenen Tieres, ist aktiver, möchte häufiger spielen und zeigt insgesamt mehr Lebensfreude.

 

Dann weißt du ja, wie es um die Qualität der Beziehung der beiden bestellt war, nämlich nicht so positiv wie vlt. vermutet. Meist handelt es sich bei diesen Katzen um introvertierte, eher unsichere Individuen, die mit einem selbstbewussten, extrovertierten Sozialpartner zusammen lebten und ihre Persönlichkeit nicht in vollem Umfang ausleben konnten.

 

Und das können sie jetzt endlich! Von Trauer also keine Spur.

 

Mein 2. Tipp lautet daher:

 

Gewinnt deine Samtpfote nach dem Tod ihres Sozialpartners deutlich an Lebensqualität, solltest du die Anschaffung einer Zweitkatze gründlich überdenken und sie gegebenfalls auch verwerfen. 

 

Entscheidest du dich für ein weiteres Tier, sollte dies sehr sozial, ruhig und unaufdringlich sein.

 

 

Eigene Trauerbewältigung

Sei ehrlich zu dir zum Wohle deiner verbliebenen Katze(n) und überstürze bitte nichts.

Stelle dir die Frage, ob du im Sinne deiner Samtpfote handelst oder ausschließlich in deinem eigenen, um den Schmerz des Verlustes nicht mehr so stark spüren zu müssen, was menschlich und auch sehr verständlich ist.

Auch ich hatte unlängst mit ähnlichen Gefühlen zu kämpfen, als meine geliebte Flo starb und es alles andere als leicht für mich war, diese Leere nicht sofort mit einem lebensfrohen Wesen auszufüllen.

Doch ich widerstand, da mein 15jähriger Kater Sisko keinerlei Anzeichen von Trauer zeigte (Irritation schon), munter und fidel wirkt und sowieso ein Kater ist, der keine große Nähe zu anderen Artgenossen eingehen möchte.

Wir beide haben uns daran gewöhnt, nun zu zweit zu sein und unsere Beziehung ist noch enger geworden. Hat dies nicht auch einen besonderen Wert!?

Update Juni 20

Meinen geliebten Kater Sisko musste ich nach längerer Krankheit im Oktober 19 gehen lassen.

Auch ich stand damals vor der Entscheidung: Welche Katzen sollen mich ein hoffentlich langes Stück meines Lebens begleiten? Welche Katzen passen zu mir?

Wie ich bei der Katzenwahl vorgegangen bin, warum nicht allein das Gefühl entscheidet und warum ich mit meiner Wahl glücklicher nicht sein könnte, liest du in meinem Blogartikel "Welche Katze passt zu mir?"


Du träumst von einer Langzeitunterstützung in Sachen Katzen, weil du nicht immer weißt, was gut für deine Katzen (und dich) ist?

Es gibt noch so viele Verhaltensweisen deiner kätzischen Familienmitglieder, die du nicht richtig einordnen und interpretieren kannst. Wie schön wäre es, wenn du immer jemanden fragen könntest, der dir genau erklärt, wie deine Katzen ticken und was ihnen gut tut!?!

Ach ja, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, die wertschätzend und freundlich miteinander umgehen, wäre auch ein echter Gewinn. Dies alles und noch viel mehr bietet dir mein virtueller, einzigartiger Leben mit Katze InsiderClub, ein Mitgliederbereich für Katzenmenschen, die mehr wollen.

 

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Kommentare: 18
  • #1

    Silke (Mittwoch, 19 September 2018 10:02)

    Sehr schön und treffend geschrieben. Grad wenn man mit einen Stubentiger zusammen lebt wie er im 2 Teil beschrieben hat und man aber wegen Einzelkatzenhaltung doch ein schlechtes Gewissen hat.

  • #2

    Christiane (Samstag, 06 Juli 2019 19:13)

    Hallo, wir haben vor 14 Tagen unseren Kater gehen lassen müssen. Unsere Zweitkatze ist seitdem ständig auf der Suche nach ihrem Partner. Miaut den ganzen Tag und verhält sich seit dem sie alleine ist auffallend anders als sonst. Nachdem ich ihren Artikel gelesen habe bin ich beruhigter und bin mir sicher daß sie trauert. Auch den Gedanken an eine neue Katze habe ich schnell wieder verworfen! Danke ihnen für den aufschlussreichen Artikel der all unsere sorgen zerschlagen hat... weiterhin alles gute für sie...LG Christiane

  • #3

    Timon (Sonntag, 03 November 2019 22:09)

    Hallo, vor 4 Tagen ist unser Kater gestorben, da er überfahren wurde. Er und seine Schwester lebten erst seit ca. 4 Monaten bei uns und waren beide erst ½ Jahr alt. Nun mussten wir ihn beerdigen und seine Schwester ist ständig auf der Suche nach ihm. Vor allem aufgrund des niedrigen Alters der verbliebenen Katze sind wir am überlegen ob wir uns in ein paar Monaten eine neue Katze oder einen neuen Kater anschaffen sollen.

  • #4

    Andrea (Sonntag, 01 Dezember 2019 09:27)

    Hallo, meine Mausi musste am 27.11.19 nach 20 Monaten Krankheit gehen. Sie hatte schlusendlich einen Tumor, der Anfangs nicht sichtbar war und sich dann zum Schluss schnell entwickelte. Meine andere Katze hat es alles mitbekommen....schätzungsweise auch die Einschläferung zu Hause. Sie war zwar nicht im gleichen Raum......aber ich denke, sie hat es gespürt. Später habe ich sie noch Abschied nehmen lasse......was sie mit einem Fauchen quittierte. Nun ist sie doch Wesensverändert und ich denke, auch wenn sie kein Herz und eine Seele ware, sie trauert und vermisst sie. Mein Tabbel ist schon über 16 Jahre alt und ich weiss nicht, ob ich ihr einen neuen Katzenkumpel zumuten kann. Ich möchte schon sehr gerne in absehbarer Zeit wieder eine zweite Katze haben. Es ist schwierig.............ih vermisse die kleine Mausi nämlich auch sehr stark. Sie war meine kleine Erzählmaus und Quasselstrippe. Sie fehlt. :-(

  • #5

    Elfi, März 2020 (Sonntag, 08 März 2020 16:55)

    Hallo,heute ist mein Petzi über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich bin so unendlich traurig.
    Seine Schwester Nicky,die zwei haben gern gekuschelt, aber auch Kämpfe ausgetragen, scheint ihn nicht zu vermissen, sie ist eher von meinen Weinkrämpfen irritiert! Ich möchte ihn nicht ersetzen, das wäre auch unmöglich!� In der Trauer tut es gut,Texte von Gleichgesinnten zu lesen. Alles Gute.

  • #6

    Anusorn (Dienstag, 10 März 2020 18:36)

    Auch meine Shita ist am Sonntag am 8 März verstorben wollte beim meinen Vermieter der unter mir wohnt durch den Kippfenster reinspringen ... Wahr für mich eine sehr schockierende Erfahrung meinen geliebten Kätzchen Leblos vorzufinden. Auch Shita hinterlässt eine Schwesterchen die nach ihr sucht sie scheint ihr sehr zu fehlen . Dir Elfi meinen Beileid für Petzi

  • #7

    Berni (Freitag, 13 März 2020 10:49)

    Hallo, meine geliebte Pamuk ist auch vergangenen Sonntag, 08.03.2020 verstorben.
    Als ich zwei Tage zuvor nach Hause kam, bemerkten wir dass sie sher schnell atmete. Wir zögerten auch nicht lange und beschlossen uns sie in eine Klinik zu fahren. Auf dem Weg zur Klinik fing die dann allerdings auch noch zu hecheln an. Ich machte mir sehr große Sorgen um unsere Kleine. In der Klinik sagte man uns dann nachdem geröngt wurde, dass sie Wasser in der Lunge hat und dadurch sehr schwer Luft bekommt. Dies sei auf einen Herzfehler zurückzuführen. Sie musste in der Klinik bleiben. Leider haben die Medikamte nicht angeschlagen, sodass sich immer mehr Wasser in der Lunge und im Brustkorb ansammlte. Sonntag 08.03.2020 um 05:11 Uhr kam dann ein Anruf aus der Klinik, bei dem die Ärztin mir mitteilte dass sich der Zustand von Pamuk akut und drastisch verschlechtert hat. Im Hintergrund konnte ich meinen kleinen Engel schmerzvoll "schreien" hören. Sie hätte nur noch 10-15 Minuten überlebt und wäre anschließend erstickt. Die Ärtzin rat uns dann sie einschläfern zu lassen, da sie mittlerweile auch angefangen hatte blut zu spucken. Letzen Endes haben wir Sie dann gehen lassen indem wir sie von ihrem Leid erlöst haben. Es war der schlimmste und schmerzhafteste Moment in meinem ganzen Leben. Unser kleiner Engel hat seeeehhhrr viele trändene Augen, trauende & zerbrochene Herzen hinterlassen. Zudem auch eine Schwester. Seitdem miaut die Schwester jeden Tag lautstark und rennt von einem Zimmer ins nächste. Sie sucht Pamuk, legt sich in ihre Plätze und weckt uns teilweise Nachts und fängt an zu miauen. So als ob sie uns was erzählen wollen würde.. Sie scheint nicht nur uns extrem zu fehlen sondern auch ihre Schwester. Ich wünsche allen hier mein herzliches Beleid.

  • #8

    winterengel (Sonntag, 22 März 2020 07:52)

    Auch für mich und uns stellt sich diese Frage: Neue Katzengesellschaft ja oder nein.
    Die beiden Schwestern Daisy und Lacey waren von Geburt an ein Team. Im Juni wäre der 12. Geburtstag, aber wir mussten Daisy leider schon gehen lassen, da sich bei Ihr eine unklassifizierte Kardiomyopathie entwickelt hatte, die bereits so fortgeschritten war, dass die vielen Tabletten, die sie
    anfangs (ich bin sicher uns zuliebe) nahm, nach 4 Wochen verweigert wurden. Folge: Wasser in der Lunge, Atemnot - wie bei Andrea beschrieben keine Besserung durch Behandlung in der Tierklinik, und es habt keine Optionen mehr ausser nur noch die eine... (04.03.2020)
    DAisy fehlt sehr, sie war die häuslichere Katze, eine kluge, anteilnehmende, sich mitteilende und mitfühlende Seele. Ihre Schwester hat die Veränderung, das Fehlen bermerkt, es hat sie irritiert, sie hat geschaut, gesucht... Mein erster Impuls war: schnellstens eine neue Kumpanin zu suchen. Inzwischen denke - und der Artikel hat mich bestärkt-, daß es der 'kleinen' Schwester gerechter würde, ihr erstmal Zeit und Raum zu lassen, und die Entscheidung, ob sie Gesellschaft braucht, zu verschieben. 'Draussen' hat es viele Katzen, mit dem Kater von gegenüber versteht sie sich oft ganz gut... vielleicht braucht sie erstmal meine weitere Katzengesellschaft (wir Menschen wohl schon eher...). viele Grüsse an alle

  • #9

    Sandra (Montag, 30 März 2020 23:28)

    Hallo. Danke für den guten Artikel. Zwei Aspekte fehlen mir noch: a) es macht für die Katzen auch einen Unterschied, ob der verstorbene über längere Zeit krank war oder akut verstarb (bspw. Unfall oder überfahren). Mein gesunder Kater hat gegenüber der kranken Kätzin in der letzten Phase sein Sozialverhalten verändert. Bin überzeugt, er hat gespürt, dass sie unheilbar krank war und uns verlassen musste... Nach ihrem Tod hat er sie gesucht, aber als eher extrovertierter, dominanter Kater nicht aussergewöhnlich heftig betrauert. Habe ihn etwas anhänglicher erlebt, hat aber normal gefressen und er wirkte fast etwas erleichtert (meine Übertragung auf ihn??). b) es macht einen Unterschied, ob es Wohnungskatzen oder Freigänger sind. Wer raus gehen kann, erlebt da viel Abwechslung, kann jagen oder trifft im Revier Artgenossen, mit allem, was dazu gehört. Ein Ersatzpartner muss u.U. gar nicht sein. Wohnungskatzen hingegen trauern tend. länger, da "alles" an den/die PartnerIn auf engerem Raum erinnert. Es gibt also nur eines: genau hinschauen, beobachten und bei einem Ersatz daran denken, dass es ja auch mit dem Neuankömmling etwas macht, wenn man ihm zu einem noch in Trauer stehendem Kollegen hinpflanzt :-) Alles Gute allen KatzenliebhaberInnen

  • #10

    Cindy (Freitag, 08 Mai 2020 20:34)

    Hallöchen...
    Ich hab vor knapp drei Wochen meinen Tiger mit knapp 1 Jahr verloren und seine Mama trauert und sucht ihn überall, fängt Mäuse für ihn und mauzt! Unsere Katze kannte immer das zusammenleben mit einer anderen Katze und jetzt ist sie allein, was mich auch unheimlich traurig macht, denn dieser Verlust ist nur schwer zu ertragen.
    Wie ratsam ist es, sich eine kleine Katze zu zulegen? Meine kleine bounty wird nächsten Monat 2 Jahre alt, also heißt sie ist relativ jung.

    Sollen wir als Katzeneltern noch abwarten oder einen Neuanfang starten?

    Ich bin mir echt unsicher...

    Bitte nur hilfreiche Tipps geben!
    Danke

  • #11

    Katja, Leben mit Katze (Freitag, 08 Mai 2020 22:42)

    Hallo Cindy,

    dein Verlust tut mir sehr Leid.
    Warte bitte die Trauerzeit Bountys ab (bis sie wieder stabil ist, spielt und Lebensfreude entwickelt) und nehmt euch dann eine etwa gleichaltrige Katze (sie kann auch etwas jünger sein) hinzu. Sie sollte das gleiche Spielverhalten (eher die "Kämpferin", die sich gerne prügelt oder doch eher die "Nachlaufkatze"?) zeigen wie Bounty, damit das Zusammenleben harmonisch verläuft.

    Alles Gute wünscht euch
    Katja

  • #12

    SuMi (Dienstag, 19 Mai 2020 13:07)

    Hallo.
    Ich musste meine Frau Lilly (17 Jahre) vor kurzen gehen lassen. Man hatte im März einen Tumor entdeckt und leider ging dann alles viel zu schnell. Jetzt ist meine Peggy-Sue (12 Jahre) allein. Sie waren eigentlich nie "dicke Freunde". Peggy-Sue hatte ihr Verhalten, jedoch in den letzten Wochen verändert und viel Rücksicht auf Lilly genommen. (sie liegt jetzt oft auf Lillys Schlaf-und Kuschelplätzen)
    Mein Mann und unsere Kinder möchten gern Kitten holen (so schnell, wie möglich). Sie konnten mich von der Idee begeistern, jedoch habe ich bedenken, dass unsere Peggy-Sue nicht so erfreut sein wird. Kann ich es ihr bereits zumuten? Wäre vielleicht ein Kitten-Pärchen zu meiner Seniorin besser?
    Vielen lieben Dank und alles Gute wünscht euch, Susi.

  • #13

    Eva (Samstag, 23 Mai 2020 11:40)

    Hallo,
    auch meine Luna (13) ging am 17.05.20 Abend von uns, hatte mit dem TA schon Plan B im Auge....einschläfern, sie hatte Anämie und Wasser in der Lunge, Herzklappe vergrößert, es kam ziemlich plötzlich, am Sterbe Tag, kam sie plötzlich auf unsere Terrasse, lag auf ihrem Lieblingsplatz , irgendwie spürte ich, dass sie bereit ist zu gehen, ich nahm mir den ganzen Tag Zeit, später lag sie draußen auf dem Liegestuhl ganz nah bei mir und ich verwöhnte sie mit unendlichen Streicheleinheiten, sie schien keine Schmerzen zu haben. Gegen 20 Uhr ist sie unter die Bettdecke gekrabbelt, ich habe mich davor gesetzt und musste ganz schrecklich weinen, Luna streckte den Kopf zu mir, sah mir eine Weile in die Augen und ich sagte, wenn Du gehen möchtest, dann kannst Du gehen, wirst immer bei mir sein, meine wunderbare Luna, sie kroch weit unter die Decke und starb sehr schnell. Ich bin auch so dankbar für die schönen Jahren und für diesen ganz besonderen wunderbaren letzten Tag, welchen sie mir trotz ihrer körperlichen Schwäche schenkte. Die Trauer ist sehr groß, ihre Tochter Tara (12) nahm Abschied und sucht nun die Lieblingsplätze von Luna auf, die zwei waren manchmal nicht ganz stimmig, Luna war sehr dominant, ich werde sehen, wenn wir die Trauer Bewältigung überstanden haben, wie sich die kleine entwickelt, eine Luna kann man nicht ersetzen. Ganz liebe Grüße an Alle!! Danke für den tollen Bericht!!!

  • #14

    Florian (Samstag, 23 Mai 2020 22:20)

    Hallo, vor einem Monat musste unsere cindy acht Jahre plötzlich und unerwartet über die regenbogenbrücke unser Kater kam zu cindy als sie sie zwei Jahre war. Nun weiß ich nicht ob er cindy vermisst er hat am Anfang weniger gefressen suchte sie und zum kot entleeren geht er seitdem fast nur in der Wiese. Hatte er früher nie getan. Auch am Abend vermisst er sie und klagt laut. Meine frage soll ich ihn noch ZEIT lassen oder ihm eine neue Gefährtin besorgen

  • #15

    Claudia und Fee (Donnerstag, 28 Mai 2020 12:46)

    Hallo, am Dienstag 26.05.20 ist plötzlich und unerwartet mein geliebter Filou verstorben. Er wäre am 01.06. zwei Jahre alt geworden. Woran weiß ich leider nicht...Samstag morgen konnte er plötzlich kaum noch laufen und knickte immer mit den Hinterbeinen weg, woraufhin ich sofort zum Tierarzt bin. Er konnte zuerst auch nichts feststellen da er davor nichts hatte. Sonntag bin ich wieder hin da es nicht besser wurde und er behielt ihn da, da er auch das Essen verweigerte. Montag wurde es auch nicht besser und Dienstag rief er mich an und meinte es wäre besser ihn zu erlösen. Leider hab ich es nicht mehr rechtzeitig geschafft, denn 15 min später kam der Anruf das er verstorben ist. Ich kann es immer noch nicht verstehen das er nie wieder kommt und es zerreißt mich innerlich. Filou ließ seine Schwester zurück, die beiden lieben sich innig!! Seine Schwester Fee war schon immer schüchtern und ängstlich und Filou hat sich immer schützend vor sie gelegt. Jetzt ist fee alleine und versteckt sich weiterhin wie vorher, kommt selten raus und wenn sucht sie ihren Bruder. Das zerreißt mir das Herz!!! Die beiden sind wohnungskatzen und ich weiß nicht wirklich was ich wie tun kann damit es der ängstlichen Fee besser geht??!

  • #16

    Christina (Dienstag, 02 Juni 2020 08:54)

    Hallo,

    Wir mussten am 31.05. unsere Kater Pich gehen lassen. Er hatte einen Autounfall und wurde leider zu spät in einem sehr schlechten allgemein Zustand gefunden. Nun ist Findus (8 Jahre) bereits das zweite mal in seinem Leben alleine und trauert wieder. Beim letzten Mal war er 3 Jahre alt, da war die Entscheidung leicht einen jungen Kater dazu zusetzten. Mehr Glück als mit dem frohen Pich konnten wir nicht haben. Er hat Findus von Anfang an geliebt und Findus mochte ihn auch sehr. Ich bin mir aber nicht ich sicher ob er das dritte mal einen neuen Kater akzeptiert

  • #17

    Jolin (Samstag, 06 Juni 2020 14:03)

    Nach dem Lesen all der persönlichen Geschichten laufen bei mir die Tränen.

    Wir haben am 23.04.20 unseren Casper von seinem Leid ganz plötzlich erlösen müssen.

    Im November 2017 musste Casper, nachdem er Zwirn aus einer Schublade geklaut hat, notoperiert werden (Faden hatte sich um die Zunge gewickelt, war über den Magen in den Darm und hatte diesen aufgeschlingelt). Bei all den Untersuchungen vor und nach der OP stellte sich dann raus, dass die Nieren kaputt sind, er CNI hat.
    Wir sollten auf Diätfutter umstellen, was er aber komplett verweigert hat. Nach vielem lesen im Internet haben wir uns entschieden, er bekommt weiterhin sein Lieblingsfutter. Die anfängliche SUC Therapie hat er kurze Zeit später auch verweigert. Den Stinker konnte man iwie keine Medikamente untermogeln. Also haben wir auch darauf verzichtet, mit dem Wissen, Tag X wird kommen.
    Casper hat dann am 19.04.20 ganz plötzlich das Fressen eingestellt, hatte Schmerzen beim Kot ablassen. Montags sind wir direkt zum Tierarzt, haben zuerst noch auf eine Verstopfung 'gehofft'. Es gab beim TA eine Infusion, da der kleine, trotz extremer Wasseraufnahme, schon austrocknete. Daheim haben wir wieder versucht ihn zum essen zu animieren. Keine Chance. Er kam viel kuscheln, legte sich an kalte Orte, obwohl die Temperatur von ihm schon leicht unter dem Normwert lag. Dienstags sind wir wieder zum TA, diesmal war eine andere Ärztin da. Sie machte mir keine großen Hoffnungen. Und bestärkte die Entscheidung meines Mannes und mir, dass wir Casper niemals unnötig quälen wollen. Wir haben dann noch mittels Tonicum versucht ihn einen Tag zu ernähren, ihn ans Fressen zu bringen. Ohne Erfolg. Am Mittag des 23.04. hätte ich ihm das letzte Mal Tonicum geben müssen. Als er mich mit seinen großen traurigen Augen anschaute, brachte ich es nicht übers Herz ihn festzuhalten und mit Spritze zu füttern. Man hat so krass gemerkt, dass er selbst nicht mehr wollte. Was er wollte war in meiner Nähe sein. So habe ich mich mit Decke zu ihm auf den Boden gelegt und gekuschelt. Am Nachmittag sind wir dann ein letztes Mal mit Casper zum TA. Ich bin der Ärztin so dankbar, dass sie ehrlich zu uns war. Und noch dankbarer, dass sich sich während dieser letzten Behandlung über die "Corona Sicherheitsregeln" hinweg gesetzt hat und auch mein Mann beim letzten Gang dabei sein konnte.
    Die Einschläferung war die Hölle für uns. Der kleine Körper hat noch über 20 Minuten lang so stark gezuckt, obwohl Herzschlag ubd Atmung schon ausgesetzt hatten. Anschließend konnten wir Casper im Garten von meiner Schwiegeroma beerdigen. Er lag so friedlich in seiner Box.
    Und nun fehlt er hier überall. Kein Kater, der während des Essens auf meinen Rücken krabbelt und bettelt. Kein Kater, der maunzend neben mir steht, weil er zu mir auf den Schoß will.

    Casper hinterlässt Lilly. Lilly und Casper haben sich anfangs nicht verstanden, sodass ich sie in getrennten Räumen halteb musste (beide waren wenige Monate jung zu dem Zeitpunkt) und ich sie dann an einem Dezembersonntag allein in der Wohnung lies. Da es an diesem Sonntag im Wohnhaus 2 Etagen drüber brannte und die Gasleitungen beschädigt wurden, wir danach also keine Heizung mehr hatten, haben die beiden schnell gemerkt, es ist besser sich gegenseitig zu wärmen. Sie waren dann ein Herz und eine Seele, konnten aber auch gut raufen. Lilly hatte in den letzten Tagen gemerkt, dass es Casper nicht gut ging. Sie hat ihm nämlich seine Ruhe gegönnt.

    Die erste Nacht ohne Casper war auch für Lilly furchtbar. Sie hat ganz schlimm gejault und suchte überall nach ihm.

    Auch nach 6 Wochen sucht Lilly hin und wieder nach ihm. Sie schläft nun sehr viel. Fordert unsere Aufmerksamkeit noch viel mehr als vorher.

    Mein Mann hat diesen Artikel schon vor einigen Tagen gelesen, sodass wir gesagt haben, wir geben Lilly und auch uns die nötige Zeit den Verlust zu verarbeiten und schauen dann, ob wir und noch eine Katze dazu holen.

    Ich wünsche allen viel Kraft beim verarbeiten des Verlustes. Ich drücke euch aus der Ferne!

  • #18

    Barbara (Montag, 08 Juni 2020 20:52)

    Ich musste mein Kater Rocky (12 Jahre) gestern gehen lassen. Alles ging so schnell..
    Am Samstag fuhr ich ihn zum TA, er war Dehydriert (musste mehrmals erbrechen am Freitag). Dort nahm man Blut und teilte mir mit, dass er sehr hohes Fieber hätte. Die Nierenwerte sehr schlecht sind. Da er vor einem Monat einen Abzess hatte,konnte man die Blutbilder vergleichen und ja es sah nach einer ganz anderen Katze aus. Ich musste ihn dann in die Klinik bringen, man wusste nicht ob er einen Fremdkörper verschluckt hatte oder was genau war. Er blieb in der Klinik,abgemacht bis Montag und wir schauen weiter. Leider rief mich der TA gestern Mittag an und teilte mir mit das der Zustand schlechter ist und ich doch kommen soll und vor Ort entscheiden soll was wir machen werden.
    In der Klinik angekommen und nach raschem ansehen wusste ich,dass es Zeit ist. Rocky hat mich angeschaut und sofort angefangen zu schnurren. Das schnurren endete erst als die Spritze gesetzt wurde. Mir tut das Herz weh, meine lieber Freund fehlt mir zu Hause. Meine Kinder sind klein und können noch nicht ganz verstehen was wirklich passiert ist. Heute sind wir ins Tierkrematorium gefahren und dort konnten wir alle noch einmal Tschüss sagen. Zu Hause wartet aber sein Freund Leo (auch 12 Jahre)ich bin mir nicht sicher wieviel er versteht, aber er ist die ganze Zeit bei uns, schmusst viel mehr und raus will er nicht.
    Im Moment denke ich gar nicht an eine neue Katze.

    Fühlt euch alle gedrückt und irgend einmal werden wir unsere lieben Freunde wiedersehen.