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Richtig spielen will gelernt sein!

"Meine Katze spielt nicht!", höre ich oft von Katzenhaltern im Brustton der Überzeugung. Bisher konnte ich diese Aussage jedes Mal widerlegen und die Besis staunten nicht schlecht, was ihre Fellnase/n plötzlich drauf hat/haben, wenn man denn die richtige "Ausrüstung" und die entsprechende Technik drauf hat.

Die Spielangel

Kater spielt mit Angel

Die unschlagbare Nummer 1 beim Katzenspielzeug ist aus meiner Erfahrung die Angel, die es in verschiedenen Ausführungen und Modellen und maus- oder vogelähnlichen Anhängern gibt. Ich bevorzuge solche mit flexiblem langem Stab (einer Reitgerte ähnlich), da diese robust ist, jede Bewegung mitmacht und einen enormen Radius hat - da kann man schon mal ganz bequem auf der Couch sitzend die Angel kreisen und die Katzen rennen lassen ;)

Das geht gar nicht!

Da Mäuse oder andere kleine Beutetiere vor einer Katze im Normalfall weglaufen, darf auch die Feder, die Fellmaus o.ä. nicht auf die Mieze geworfen werden. Natürlich gibt es ganz mutige Kater, die auch dann das Spielobjekt attackieren, wenn es ihnen quasi ins Gesicht springt; die weitaus größere Anzahl an Katzen wird sich aber irritiert bis verängstigt umdrehen und weggehen oder -laufen, besonders dann, wenn das Objekt die Größe einer ausgewachsenen Ratte besitzt.

 

So spielst du richtig mit deiner Katze

Katze jagt einer Schnur nach

Der Trick besteht im Perspektivenwechsel - wie würde eine Maus reagieren, wenn sie sich vor einem potenziellen Angreifer bedroht fühlt? Genau - sie läuft von der Gefahr weg und versucht, sich in Sicherheit zu bringen, am besten dort, wo es schön eng ist, z.B. unter einem Schrank.

Für uns als Spielpartner gilt dann, die Beute geschickt um eine Ecke zu werfen, aus dem Gesichtsfeld der Katze, oder die Fellmaus unter einem Kissen oder in einem Schuh verschwinden zu lassen. Darauf hat unsere geschickte Miez nur gewartet, denn jetzt kann sie ihre Pfoten katzengerecht einsetzen und die Beute herauspfoteln. Voilà!


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Kommentare: 2
  • #1

    Tatjana (Dienstag, 20 März 2018 12:42)

    Sehr guter Artikel, vielen Dank dafür! Ich glaube, viele Katzeneltern sind sich gar nicht bewusst, wie wichtig - richtiges - Spielen für Katzen ist.

  • #2

    Petra (Montag, 26 März 2018 09:12)

    Klar, die meisten Katzen spielen. Vorallem, wenn bei einer reinen Wohnungskatze nicht viel passiert. Ich habe aber einen Kater, der wirklich nicht spielt. Er ist Freigänger und findet Reizangeln, Bällchen, künstliche Mäuse und Fummelbretter völlig uninteressant. :-)

    Wenn ich mit Spielzeug komme und versuche, ihn zu animieren, dann schaut er mich an, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank und geht meist nach draußen und bringt von seinem Streifzug ein Tier (Maus, Vogel, Eidechse) mit, um mir zu zeigen, was er für "richtiges" Spielzeug hält. :-)

    Meinen anderen Kater kann ich besonders bei schlechtem Wetter, wenn er Langeweile hat, schon zum Spielen animieren.