Clickern mit alten Katzen

Auch Senioren wollen denken!

 

Clickern stärkt das Selbstvertrauen und die Mensch-Katze-Beziehung, bringt Abwechslung ins Katzenleben, fördert die Konzentration, erhöht die Frustrationstoleranz und macht auch noch Spaß. Es können Verhaltensweisen eingeübt werden, die für die Katze in verschiedenen Situationen sinnvoll sind (freiwilliges Betreten der Katzentransportbox, Tolerieren der Tabletteneingabe,…), aber auch Tricks, die eine kognitive Leistung für unsere oft sehr unterforderten Haustiger darstellen.

 

 

Katzen sind hochintelligente Säugetiere, die lernen wollen und es auch bis ins hohe Alter hinein können. Insofern sind auch Seniorkatzen (10-14 Jahre) und geriatrische Fellnasen (ab 15 Jahren) ideale Clickerkandidaten, wie meine 18jährige Flo sicher gern bestätigen würde. Erst im Alter von beachtlichen 16 Jahren stieg sie ins Clickertraining ein, wobei sie sich, nach einigen Anfangsschwierigkeiten, bald zu einem wahren Clickergenie mauserte.

 

Clickern mit Targetstab
Clickern mit Targetstab

Clickerausrüstung

 

Ich verwende für unsere Trainingseinheiten einen klassischen Clicker, wie sie aus der Hundeerziehung bekannt sind (Wer diese nicht kennt, kann sich vlt. noch an die „Knallfrösche“ seiner Kindheit erinnern, die ein klickend-schnerrendes Geräusch produzieren, wenn man darauf drückt.), arbeiten kann man natürlich auch mit einem Zungenschnalzen. Der Vorteil eines Clickers ist das immer gleiche Geräusch, das er produziert sowie die Unverwechselbarkeit dieses Tons.

 

 

 

Bewegungstraining

 

Zu den oben genannten Vorteilen des Clickerns kommt noch ein weiterer positiver Aspekt hinzu, gerade bei arthrotischen Katzen, und das ist ein gezieltes Bewegungstraining. Moderate Bewegung hilft dabei, den Degenerationsprozess zu verlangsamen und die Muskulatur zu stärken. So gehören zu Flos Trainingsprogramm Übungen, die die Muskulatur der Hinterbeine stärken soll (sie leidet unter einer Arthrose im rechten Ellenbogen), sie aber nicht überfordern. So sind Sprünge durch einen Reifen natürlich tabu, weil sie das gar nicht leisten könnte und sollte. Und falls Sie sich zu ehrgeizige Ziele gesteckt haben, ungeduldig werden oder zeitlich übertreiben, wird Ihre Katze ihre Mitarbeit kategorisch verweigern – zwingen lassen sich unsere Fellnasen zu gar nichts!

 

 

Flo zeigt ihre Begeisterung für die Clickerrunden durch demonstratives Sitzen auf einem bestimmten Platz zu einer bestimmten Uhrzeit; reagiert Frauchen nicht, wird anklagend miaut – das hilft immer. Ihr lautes, anhaltendes Schnurren während der Übungen kann eigentlich nur eins bedeuten: Ich liebe Clickertraining!

 

Angebot Clickertraining

 

Zum Thema Clickertraining gibt es zahlreiche Fachbücher, die Sie nutzen können, wenn auch Sie mit Ihrer Katze diese Methode anwenden möchten. Da es auch hierbei auf den richtigen Einstieg ankommt, hat sich eine Einführung ins Clickertraining bewährt.

 

 

 

Im Monat Juni biete ich diese zweiteilige Einführung (2 x 30 Min.; 1. Termin: Konditionierung, 2. Termin: erste Übung: „High-Five“) zum letzten Mal zum Preis von 30 (excl. Fahrtkosten) an, danach erhöhen sich die Kosten auf 40 €.

 

Ich würde mich freuen, auch Ihren Stubentigern das Clickern schmackhaft zu machen.

 

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